SPD Mühlheim Donau Heuberg

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Europatag in Tuttlingen

Veröffentlicht am 10.05.2025 in Partei

Europatag 2025 in Tuttlingen

Am 9. Mai 2025 wurde unsere Landtagskandidatin Christine Treublut eingeladen bei der Kundgebung der Europa-Union Tuttlingen anlässlich des Europatags zu sprechen. Neben der SPD sprachen auch Mitglieder von CDU, Grüne, FDP, Volt und PdH. Christine sprach über eine Europa-Müdigkeit und die Generation, die die Vorzüge eines geeinten und gemeinsamen Europas nicht mehr schätzen, da sie nie etwas anderes erlebt hatten

Am 9. Mai 2025 wurde unsere Landtagskandidatin Christine Treublut eingeladen, bei der Kundgebung der Europa-Union Tuttlingen anlässlich des Europatags zu sprechen. Neben der SPD beteiligten sich auch Vertreterinnen und Vertreter von CDU, Grünen, FDP, Volt und PdH mit Redebeiträgen. Nachfolgend ein Auszug aus Christines Rede:

In ihrer Ansprache erinnerte Christine Treublut an die Worte von Willy Brandt aus dem Jahr 1973 vor dem Europäischen Parlament:

„Die Entwicklung zur Europäischen Union ist unerlässlich. Nur sie bietet unseren Völkern den Raum, den ihre politischen, wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen Energien brauchen. Die Vereinigung Europas ist nicht nur eine Frage der Qualität unserer Existenz. Sie ist eine Frage des Überlebens zwischen den Giganten und in der zerklüfteten Welt der jungen und der alten Nationalismen. Nur in einem Europa, das seine Persönlichkeit gefunden hat, sind unsere nationalen Identitäten zu sichern.“

Christine Treublut hob hervor, wie viel seit dieser Rede erreicht wurde: „Seitdem hat sich Europa entscheidend verändert. Das Parlament wird nun direkt gewählt, der Vertrag von Maastricht 1993 hat die Wirtschafts- und Währungsunion ebenso auf den Weg gebracht wie die politische Union. Mit dem Vertrag von Lissabon 2009 wurden wichtige Schritte hin zu mehr Transparenz, Handlungsfähigkeit und demokratischer Teilhabe umgesetzt.“

Sie warnte jedoch auch vor einer zunehmenden Europamüdigkeit, die gefährliche Konsequenzen haben könnte, insbesondere wenn rechtspopulistische Kräfte die Unkenntnis mancher Menschen ausnutzen. „Frieden, Demokratie, Rechtsstaatlichkeit, Freizügigkeit und wirtschaftliche Prosperität sind keine Selbstverständlichkeiten, sondern Errungenschaften, die wir schützen und weiterentwickeln müssen“, betonte sie.

Zugleich kritisierte Christine Treublut die Forderung einer Partei, Deutschland aus der Europäischen Union herauszuführen: „Was für eine groteske Vorstellung! Dieses Szenario wäre für niemanden von Nutzen. Vielmehr lohnt es sich, aktiv an der Weiterentwicklung der EU mitzuwirken.“

Abschließend zitierte sie erneut Willy Brandt:

„Europa indessen ist selbstbewusst und eigenständig genug geworden, um sich als gleichberechtigter Partner in diesem Verhältnis zu empfinden, und als gleichberechtigter Partner muss es anerkannt werden. Partnerschaft kann nicht Unterordnung bedeuten. Partnerschaft beweist sich im Ausgleich der Interessen, in dem Willen, die gemeinsamen Probleme miteinander zu ordnen, die gemeinsamen Aufgaben in vernünftiger Übereinstimmung zu erfüllen, und in dem zuverlässigen gegenseitigen Respekt.“

Mit diesen Worten rief Christine Treublut dazu auf, gemeinsam für ein Europa der gemeinsamen Werte einzustehen und diesen Weg entschlossen weiterzugehen.

(Bild von Europa-Union Tuttlingen. Thomas Kattler (FDP), Benjamin Bach (CDU), Mario Caraggiu (Europa-Union), Christine Treublut (SPD), Christiane Fichter (Volt), Kat Grieninger (PdH), Marius Dettki (Volt), Matthias Bortlik (Grüne))

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